Brandt neue Brillen bildet aus

26.10.2015 10:25 von Werner Böck

Joline Harder ist die jüngste in ihrer Augenoptiker-Klasse

Joline Harder
Joline Harder in ihrem Ausbildungsbetrieb

Am 1. September 2015 begann Joline Harder bei Brandt neue Brillen in Hannover ihre Ausbildung zur Augenoptikerin. Mit 16 Jahren ist sie die jüngste ihrer Ausbildungsklasse an der Alice-Salomon-Schule in Hannover-Herrenhausen. Im Gespräch merkt man ihr das jedoch nicht an. Denn der Kontakt zu den Kunden in Verbindung mit einer handwerklichen Ausbildung ist der in Garbsen wohnhaften Auszubildenden besonders wichtig: „Schon in der Schule, die ich im Sommer mit dem erweiterten Realschulabschluss abgeschlossen habe, habe ich mich für Menschen ebenso interessiert wie für mein Lieblingsfach Sport und die Naturwissenschaften. Und da ich mit meinen Eltern seit 2003 Kundin bei Brandt neue Brillen bin und eine Brille trage, seit ich denken kann, lag es für mich nahe, mein Schulpraktikum zur beruflichen Orientierung im vergangenen Jahr hier zu absolvieren.“ Den letzten Anstoß für eine Ausbildung im Augenoptiker-Handwerk gab dann die persönliche Ansprache durch Augenoptikermeisterin und Geschäftsinhaberin Elke Brandt, die sich während des Praktikums von ihrer Eignung überzeugen konnte.

 

Seit knapp sieben Wochen nun ist ein Tag pro Woche für die theoretische Ausbildung an der Schule reserviert. Dort lernt die 16-jährige alles über u.a. Linsen, Lupen, Werkstoffe, Anatomie des Auges und vieles mehr. Die praktische Ausbildung erfolgt an den übrigen vier Tagen im Betrieb. Stolz erzählt sie, was sie – natürlich mit entsprechender Unterstützung durch Elke Brandt und Christian Brink, ebenfalls Augenoptikermeister – schon alles machen kann: „Ich telefoniere mit den Kundinnen und Kunden, erfasse ihre Daten und mache Termine aus. Einfache Reparaturen an Brillen kann ich schon selbst durchführen. Ich kontrolliere den Wareneingang, bereite Messungen vor und helfe bei der Auswahl von Brillenfassungen.“ Auf die Frage, was ihr denn am meisten Freude macht, antwortet die Auszubildende spontan: „Der Kontakt mit den Kunden, vor allem auch mit den Kindern und Jugendlichen, insbesondere dann, wenn die sich über ihre wiedergewonnene Sehfähigkeit freuen.“ Doch auch die handwerkliche Seite macht ihr Spaß: „Ich bin froh, wenn ich eine Brille repariert habe und es passt alles. Außerdem schätze ich die gute Arbeitsatmosphäre hier im Geschäft ebenso wie in meiner Schulklasse.“

 

Noch liegen knapp drei Jahre vor Joline Harder, bis sie im Sommer 2018 ihre Gesellenprüfung als Augenoptikerin ablegen wird. „Bis dahin freue ich mich auf das, was ich noch lernen werde, vor allem auch auf das Fertigstellen von Brillen und die Kundenberatung.“ Was danach kommt, weiß sie noch nicht genau. Das muss sie aber auch nicht, denn als jüngste ihrer Ausbildungsklasse stehen ihr viele Möglichkeiten offen. Ob sie im Anschluss an ihre Ausbildung noch das Abitur macht, um beispielsweise zu studieren, oder ob sie sich für eine Weiterbildung zur Meisterin im Augenoptiker-Handwerk entscheidet, wird die Zeit weisen.

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